Breathing earth - ein Traum

Susumu Shingus Traum verfilmt von Thomas Riedelsheimer....ich liebe ja solche Filme, sie machen einfach glücklich...ODER sagen so: überall wo Riedelsheimer draufsteht, ist wirklich ein Klasse Film drin:)
Irgendwann schreibe ich auch noch mal über die anderen Filme, die ich von ihm gesehen habe.
Nun aber wieder zurück zu diesem faszinierenden Film über den Wind, der so eine große Antriebskraft und Inspiration zugleich ist - für diesen japanischen Künstler, dessen bezaubernde Skulpturen übrigens sogar Bauten von Renzo Piano begleiten.

Zusammen mit seiner Frau Yasuko arbeitet er seit über 40 Jahren daran, seinen Traum zu verwirklichen: Einen Ort erschaffen, indem man mit der Kraft des Windes leben kann.
Schön sind sie seine Windräder-Skulpturen mit den drehenden Blättern....fragil und kräftig zugleich und vor allem immer in Bewegung.

Ich bin der Wind. Geboren in warmem Licht, beginne ich zu fliegen. Ich blase und blase mit aller Kraft. Wo ich fliege, entstehen Muster. Ich spiele Verstecken mit dem Sand. Der Duft des Grases und der Duft des Regens breiten sich aus. Ab ins Grüne, gemeinsam mit der weichen Wolke.

Wenn wir annehmen, dass die Erde ein Lebewesen ist, dann ist der Wind das Atmen der Erde. Wenn der Wind weht, bedeute das, dass es der Erde gut geht. Der Wind weht ganz frei überall. Er kennt keine Grenzen, er überquert das Meer. Der Wind ist frei.
Auf die Frage eines Kindes, ob der Wind denn nicht schläft, überlegt er ganz kurz bevor er antwortet: Manchmal scheint er zu schlafen. Wenn kein Wind weht zum Beispiel. 

Meine Werke entstehen durch den Dialog mit der Natur. Die Botschaften, die mir die Natur übermittelt, übersetzte ich in Bewegung.
Pusteblumen, die im Wind tanzen oder ein Blatt, dass sich im Wind dreht. Alles Tanz und bewegt durch den Wind, den man nicht sehen kann. Und genau das ist die Magie.

Das Foto ist nicht aus dem Film, sondern im Wind über der Nordsee entstanden.
P.S.: Susumu Shingu ist, wie Renzo Piano so schön sagte: 7 mal 10 Jahre alt:)